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Vorsorge10. Mai 20268 Min. Lesezeit· Von der CashKompass Redaktion

Säule 3a Vergleich 2026: finpension, VIAC oder frankly?

Säule 3a Vergleich 2026: finpension, VIAC, frankly, True Wealth & Selma im Gebühren-Check – mit Beispielrechnung, Tabelle und ehrlichem Fazit.

Säule 3a Vergleich 2026: finpension, VIAC oder frankly – welche lohnt sich wirklich?
Säule 3a Vergleich 2026: finpension, VIAC oder frankly – welche lohnt sich wirklich?

Du willst dieses Jahr endlich deine Säule 3a eröffnen oder den Anbieter wechseln – aber bei welchem? Der Säule 3a Vergleich 2026 zeigt dir, wo dein Vorsorgegeld am günstigsten und renditestärksten arbeitet. Ein paar Zehntelprozent Gebühr klingen harmlos, summieren sich über Jahrzehnte aber zu mehreren tausend Franken. Hier bekommst du die nackten Zahlen statt Marketing-Versprechen.

Das Wichtigste in Kürze

  • finpension hat mit rund 0.39% die tiefste All-in-Gebühr und erlaubt bis zu 99% Aktienquote – die erste Wahl für Kostenoptimierer.
  • VIAC liegt bei etwa 0.40–0.44% all-in, bietet ebenfalls bis 99% Aktien und gilt als App-Liebling für Einsteiger.
  • frankly (Zürcher Kantonalbank) kostet rund 0.43% bei bis zu 95% Aktien – mit Staatsgarantie des Kantons Zürich auf dem Cash-Teil.
  • True Wealth verlangt 0% Verwaltungsgebühr plus nur rund 0.12–0.21% Produktkosten – in Summe oft das Günstigste überhaupt.
  • Der Gebührenunterschied zwischen einer günstigen und einer teuren 3a-Lösung kann über eine lange Laufzeit gut CHF 15'000 ausmachen.

Warum die Gebühr beim 3a so stark durchschlägt

Alle modernen 3a-Anbieter arbeiten mit einer All-in-Fee auf dem verwalteten Vermögen: Verwaltung, Produktkosten und Depotgebühren sind darin gebündelt. Das wirkt unscheinbar – 0.4% statt 0.9% sind ja "nur" ein halbes Prozent. Doch die Gebühr wird jedes Jahr auf das gesamte Guthaben fällig, also auch auf alle bereits erzielten Gewinne. Genau wie der Zinseszins für dich arbeitet, arbeitet der Gebühren-Zinseszins gegen dich.

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen reinem Kontosparen und Wertschriften-3a. Auf einem 3a-Sparkonto liegt dein Geld zu mickrigen Zinsen herum und verliert real an Wert. Mit einer Wertschriftenlösung investierst du in Aktien-ETF und Indexfonds – langfristig die deutlich stärkere Variante. Wie du grundsätzlich starten kannst, erklärt dir der Einstieg in Investieren für Anfänger in der Schweiz.

Die fünf wichtigsten Anbieter im Vergleich

Die folgende Tabelle ist die massgebliche Übersicht für den Säule 3a Vergleich 2026. Die Werte sind Richtwerte für vollständig in Wertschriften investierte Lösungen und können je nach gewählter Strategie leicht variieren.

AnbieterAll-in-Gebühr (Wertschriften)Max. AktienquoteBesonderheit
finpension~0.39%bis 99%Tiefste All-in-Fee, freie Indexfonds-Wahl
VIAC~0.40–0.44%bis 99%Sehr intuitive App, Versicherungsschutz optional
frankly (ZKB)~0.43%bis 95%Staatsgarantie Kanton Zürich auf Cash-Teil
True Wealth0% Verwaltung + ~0.12–0.21% Produktkostenbis ~100%Oft günstigste Gesamtkosten
Selma~0.42–0.68%je nach ProfilAutomatisiertes Profil, höhere Spanne
Stand 2026, Richtwerte. Massgeblich sind immer die aktuellen Konditionen des Anbieters.

Reine Gebühr ist nicht alles: Die maximale Aktienquote bestimmt deine langfristige Renditechance, und die Staatsgarantie bei frankly ist für sicherheitsorientierte Sparer ein psychologischer Pluspunkt. True Wealth und finpension teilen sich faktisch die Spitze bei den Gesamtkosten.

Beispielrechnung: Was die Gebühr wirklich kostet

Nehmen wir an, du zahlst über die Laufzeit konstant ein und vergleichst eine günstige Lösung (~0.39% all-in) mit einer teureren Lösung (~0.90% all-in) – wie sie etwa bei klassischen Bank- oder Versicherungs-3a-Produkten vorkommt.

Annahmen (bewusst konservativ, als Modellbeispiel):

  • Einzahlung: CHF 7'000 pro Jahr (Maximalbetrag für Erwerbstätige mit Pensionskasse, Richtwert 2026)
  • Laufzeit: 30 Jahre
  • Marktrendite vor Kosten: 5% pro Jahr
Bei dieser Konstellation summiert sich allein die Mehrgebühr von rund 0.5 Prozentpunkten über die 30 Jahre – inklusive entgangener Rendite auf die abgezogenen Beträge – auf eine Grössenordnung von etwa CHF 15'000, die am Ende in deiner teureren Lösung fehlt. Das ist kein reisserischer Extremwert, sondern das nachvollziehbare Ergebnis des Gebühren-Zinseszinses: Jeder Franken, der als Gebühr abfliesst, kann nie mehr für dich rentieren.

Rechne dein eigenes Szenario mit echten Beträgen durch – das geht am schnellsten mit dem Säule 3a vs. ETF Rechner oder dem Zinseszinsrechner.

Steuervorteil nicht vergessen

Der eigentliche Hebel der Säule 3a liegt nicht nur in der Rendite, sondern im Steuerabzug. Deine Einzahlung kannst du vollständig vom steuerbaren Einkommen abziehen. Je nach Grenzsteuersatz sparst du so pro Jahr mehrere hundert bis über tausend Franken Steuern – Geld, das du sonst ans Steueramt zahlen würdest.

Steuerbares Einkommen (Beispiel)GrenzsteuersatzSteuerersparnis bei CHF 7'000
CHF 60'000~22%~CHF 1'540
CHF 90'000~30%~CHF 2'100
CHF 120'000~35%~CHF 2'450
Beispielwerte; der effektive Satz hängt stark von Kanton und Gemeinde ab.

Wie hoch dein persönlicher Vorteil ist, ermittelst du mit dem Säule 3a Steuerrechner. Mehr zur Steuerseite findest du im Beitrag Säule 3a und Steuern sowie unter Steuern sparen: die wichtigsten Tipps.

Faustregel zur Anbieterwahl

  • Kosten an erster Stelle? → finpension oder True Wealth.
  • Einfachste App, schneller Einstieg? → VIAC.
  • Sicherheitsgefühl durch eine Kantonalbank? → frankly.
  • Du willst gar nicht selbst entscheiden? → Selma (gegen etwas höhere Gebühr).
  • In jedem Fall: möglichst hohe Aktienquote wählen, wenn dein Anlagehorizont über 10 Jahre liegt.

Häufige Fehler

  1. Geld auf dem 3a-Sparkonto liegen lassen. Ohne Wertschriften frisst die Inflation deine Rendite – der grösste vermeidbare Fehler.
  2. Nur auf den Markennamen schauen. Eine bekannte Bank ist kein Argument, wenn die Gebühr doppelt so hoch ist wie beim Günstigsten.
  3. Zu tiefe Aktienquote bei langem Horizont. Wer mit 35 Jahren eine 25%-Aktienstrategie wählt, verschenkt Renditechancen.
  4. Alles auf ein einziges 3a-Konto. Mehrere Konten erlauben später einen gestaffelten Bezug und sparen so Steuern bei der Auszahlung.
  5. Den Maximalbetrag verpassen. Wer nicht jährlich den vollen Betrag einzahlt, kann das in der Regel nicht nachholen – der Steuervorteil ist dann weg.

Häufige Fragen

Kann ich meine Säule 3a später zu einem anderen Anbieter übertragen?

Ja. Ein 3a-Übertrag zu einem günstigeren Anbieter ist möglich und meist kostenlos. Bei einer Wertschriftenlösung werden die Anlagen je nach Anbieter verkauft und neu investiert oder direkt übertragen – prüfe die Konditionen, bevor du wechselst.

Lohnt sich die Säule 3a überhaupt gegenüber einem normalen ETF-Sparplan?

Für die meisten Erwerbstätigen ja, vor allem wegen des Steuerabzugs. Der Nachteil: Das Geld ist bis kurz vor der Pensionierung gebunden. Vergleiche beide Wege konkret mit dem Säule 3a vs. ETF Rechner und lies ETF-Sparplan für Anfänger.

Wie viel darf ich 2026 in die Säule 3a einzahlen?

Erwerbstätige mit Pensionskasse dürfen einen jährlichen Maximalbetrag (Richtwert rund CHF 7'000) einzahlen. Selbstständige ohne Pensionskasse dürfen prozentual deutlich mehr – Details im Beitrag Säule 3a für Selbstständige.

Sind mehrere 3a-Konten sinnvoll?

Ja. Mit zwei bis drei Konten kannst du das Guthaben bei der Pensionierung über mehrere Steuerjahre gestaffelt beziehen und so die Auszahlungssteuer senken. Wie das funktioniert, zeigt Säule 3a gestaffelt beziehen.

Fazit

Der Säule 3a Vergleich 2026 zeigt klar: Bei den modernen Wertschriften-Anbietern liegen finpension und True Wealth bei den Kosten vorn, VIAC überzeugt mit der Bedienung und frankly mit Sicherheitsgefühl. Wichtiger als der perfekte Anbieter ist aber, dass du überhaupt eine Wertschriftenlösung mit hoher Aktienquote nutzt und den Steuervorteil jährlich ausschöpfst. Ein vollständiger Anbieter-Vergleich und der Steuerrechner helfen dir, die für dich passende Wahl zu treffen.


Quellen: öffentliche Konditionen der genannten Anbieter sowie eidgenössische Vorgaben zur gebundenen Vorsorge (Säule 3a). Stand 2026, keine Anlage- oder Steuerberatung.

Werbehinweis: Einige Vergleiche auf dieser Seite enthalten Affiliate-Links. Mehr dazu in unserem Impressum.


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Letzte Aktualisierung: 10. Mai 2026. Alle Angaben ohne Gewähr. Keine Finanz- oder Anlageberatung.